Hintergullingspitz

February 10, 2018

 

Ein düsterer Morgen herrscht über dem Ennstal. Noch fallen Flocken vom Himmel doch der Wetterbericht meldet für den Nachmittag deutliche Besserung. Grund genug meine Sachen zu packen und mich auf den Weg zu machen. Schnell noch am Weg meinen Bruder aufgabeln und auf geht's ins Schneedorf Planneralm. Starker Skiverkehr macht die Fahrt etwas langsamer und aufgrund der Schneefahrbahn muss die eine und andere Kurve mit mehr Vorsicht angefahren werden! Oben angekommen ist noch nichts von der Sonne zu sehen. Wir packen eifrig unsere Sachen und begeben uns zum Tourengeher einstieg. Schneeschuhe anziehen und die ersten Schritte in der 30cm tiefen Powder fühlen sich an als würde man auf Wolken gehen. 

Wir halten uns im Wald rechts neben der Piste aufgrund des Tourengeherverbots. Zügig ziehen wir unsere Spur zum Gläserboden hinauf. Die eine oder andere Verschnaufpause nutzen wir um die in Wolkengehüllte Landschaft zu bestaunen. Hier und da queren Skifahrer unseren Weg. Man sieht ihnen die Freude am tiefen Pulverschnee an. Der letzte steile Hang zum Gläserboden hat es in sich, ist aber schnell überwunden.

 

Bevor es hinunter geht zum Plientensattel wird natürlich die Lawinenlage ordentlich unter die Lupe genommen. Ein vorsichtiges hinuntertasten durch den Pulverschneehang erfordert Geduld. Unten Freut man sich über den heilen Abstieg bevor man realisiert dass man 150hm über den Bergrücken zum Hintergullingspitz vor sich hat.  Wieder gibt einem die Motivation einen ordentlichen Energieschub so dass die letzten Meter zum Kinderspiel werden. Doch noch ist der Gipfel nicht erzwungen und auf den letzten Metern passiert es! Meinem  Bruder, der vor mir die Spur zieht, bricht plötzlich der Schneeunter den Füßen weg. Im letzten Moment verkeilt er sich mit Händen und Füßen im Schnee. Ich fang an zu lachen da ich nicht nicht wusste das diesen Loch kein Loch von einer Latsche ist sondern ein Loch von einer Schneewechte die in den warmen Tagen abgerutscht ist und der frische Schnee hat diesen Spalt wieder zugeweht und dadurch diese Spalte unkenntlich gemacht. Beim Blick hinunter wurde uns klar dass wir nur knapp einer schlimmen Situation entkommen sind. Diese Spalte hatte bestimmt eine Tiefe von 5-10 Metern.

Vom Schock gepackt gehen wir auf der Wind zugewandten Seite die letzten Meter zum Gipfel. 

 

Inzwischen hat sich auch das Wetter deutlich verbessert. Der Schneefall hat nachgelassen und einige Täler um uns sind nun ersichtlich geworden. Nach ein paar Fotos am Gipfel treten wir den Rückweg an. Zwischendurch ein paar kurze Pausen zum Bilder machen und ein  paar Sonnenstrahlen einzufangen.

 

Am Rückweg besteigen wir noch die Gläserkoppe damit wir die Pulverhänge runterrutschen können. Damit bekommt diese Tour einen deutlich höheren Funfaktor. 

Zurück beim Ausgangspunkt sind wir froh heil wieder im Tal zu sein! 

Ein schönes Erlebnis!

 

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